Volunteering bei Good Hope? Hier ist Marions Erfahrungsbericht.

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Liebe Freunde und Förderer,

Im vergangenen Sommer hat auch Marion einen Monat in Tansania verbracht und arbeitete vormittags bei Good Hope. Wir freuen uns über ihren tollen Erfahrungsbericht und hoffen ganz fest, dass sie in diesem Winter noch ein zweites Mal zu Good Hope kommt. 🙂
Vielen lieben Dank für alles, liebe Marion!


Im August 2019 arbeitete ich (57 Jahre, Lehrerin für Fremdsprachen) als Volunteer bei der Good Hope Support School in Majengo, Tansania. Rückblickend kann ich sagen, dass die 4 Wochen, die ich dort verbrachte, zu den glücklichsten meines Lebens gehören.

Jeden Morgen von 8.30 bis 13 Uhr ging ich zu dieser Arbeitsstelle (nachmittags hatte ich noch einen anderen Einsatz in Moshi-Town).

Hier wird Schülern, die die Aufnahmeprüfung zur Secondary School nicht geschafft haben oder deren Familien zu arm sind, sie an weiterführende Schulen zu schicken, kostenloser Unterricht angeboten. Die beiden ständigen Lehrer Hadison und Yvonne erteilen Mathe-, Englisch-, Geographie- und naturwissenschaftlichen Unterricht. Ausserdem steht noch Sport und Spiel auf dem Stundenplan. Freiwillige unterstützen sie dabei und bringen sich mit ihren besonderen Fähigkeiten ein.

So wie ich für vier Wochen. Ich war für den Englischunterricht für Amina, Catherine, Ridha, Rehema, Caroline (alle 15 Jahre) und Angel (18 Jahre) zuständig. Ich merkte schnell, dass die Schülerinnen zwar die Grammatik gelernt hatten, aber diese nicht anwenden, sprich, sich kaum auf Englisch verständigen konnten. Sie konnten auswendig Gelerntes wiedergeben, aber nicht kreativ nutzen. Der Slogan der Schule ist an die Wand geschrieben: This is an English speaking school. Hier setzte ich an und übte mittels Sprechaktivitäten und Rollenspielen vor allem die mündliche Kommunikation ein. Die Mädchen lernten, auf Englisch Informationen zu erfragen und wiederzugeben, Bilder zu beschreiben, einzukaufen, kleine Gespräche zu führen, über ihre Aktivitäten zu reden und überVergangenes zu berichten. Das fiel ihnen am Anfang sehr schwer, aber mit der Zeit ging es besser und schlug sich auch in meinen freitäglichen Tests nieder. Nicht immer verstanden die Mädchen, was ich eigentlich von ihnen wollte, aber da kam mir meist Angel, die sehr gut in Englisch ist, zu Hilfe und übersetzte in Swahili. Es war wunderbar, wie alle motiviert und aktiv mitmachten.

In den Spielstunden stellte ich den Schülerinnen und Lehrern diverse von zu Hause mitgebrachte Spiele vor. Hier waren vor allem UNO und Ligretto der Renner und lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Ausserdem las ich mit den Mädchen ein unterhaltsames Buch, bei dem sie auch mit Hilfe ihrer Wörterbücher Fragen beantworten mussten.

Alles in allem lernt man, kreativ und spontan Unterricht zu machen, da es weder Kopierer noch Computer gibt. So

Einmal feierten wir das muslimische Fest Eid zusammen. Alle kochten und genossen dann das Festmahl. Auch dies wurde wieder durch ein Unospiel abgerundet.

schrieb ich zum Beispiel die Buchstaben des Alphabets auf einzelne Kärtchen und übte mittels eines Ratespiels den verschiedenen Wortschatz ein. Auch hier wurde wieder viel und herzlich gelacht. Auch möchte ich erwähnen, dass ich vollkommene Freiheit in der Gestaltung meines Unterrichts hatte. Schön war auch zu sehen, wie die Englischlehrerin Yvonne Unterrichtsmethoden und Themen, die ich eingebrachte, aufnahm und weiterführte.

Mich erstaunte sehr die Disziplin und Lernbereitschaft der Schülerinnen. Beim Unterricht waren sie immer konzentriert und eifrig und mir gegenüber sehr wertschätzend und respektvoll. In der Pause wurde dann mit dem Hüpfseil entspannt. Es war für mich sehr schön, einfach nur dabeizusitzen und zuzuschauen.

Am letzten Tag hatten alle für mich handgeschriebene Briefe, ein Armband, Reden und Tänze vorbereitet. Ich war mehr als nur gerührt. Insgesamt kann ich sagen, dass die Leiterin Mrs. Oliver und die beiden Lehrer einen wunderbaren Job machen und den Mädchen eine sehr glückliche Zeit und eine Zukunftsperspektive bieten.

Asante sana für eine unvergessliche Zeit und wunderbare neue Erfahrungen und Eindrücke!

 

 

 

 

 

Marion war sogar mit ihrem Ehrenamt in der Zeitung. Wow, herzlichen Glüchwunsch! 🙂

  1. Birgit Führenberg

    Ich bin begeistert und gratuliere meiner Freundin Marion von Herzen zu Ihrem Erfolg. Grüße von Birgit

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